Betriebswirtschaftliche Steuerung in der Langzeitpflege
Die täglichen Aufgaben in Alten- und Pflegeeinrichtungen bestehen neben der betreuenden Tätigkeit am Bewohner auch aus der notwendigen betriebswirtschaftlichen Steuerung. Ohne diese Steuerung und die dafür eingesetzten Instrumente ist die Bewirtschaftung einer solchen Einrichtung unter der Maxime der Wirtschaftlichkeit nicht möglich. Eine Kalkulation von Pflegesätzen, mit der heute bestehenden Intensität und Anforderung, ist ohne die Hilfe von Tabellenkalkulationsprogrammen nur noch sehr schwer realisierbar. Spätestens seit der Einführung des Pflegeversicherungsgesetzes tritt die Kalkulation von gestuften Pflegesätzen, die Berechnung von Investitionssätzen, die Wirtschaftlichkeitsanalyse und vieles mehr verstärkt in den Vordergrund.
Kalkulation von Pflegesätzen
Das Pflege-Qualitätssicherungsgesetz verlangt noch stärker die Transparenz einer Alten- und Pflegeeinrichtung und stärkt die Verbraucherrechte der Bewohner und deren Angehörige und/oder der gesetzlichen Vertreter. Gefordert werden u. a. einheitliche Personalrichtwerte oder alternative Personalbemessungsinstrumente. Der Tagesablauf in einer Einrichtung ist neben der Pflege (im weitesten Sinne) am Bewohner auch durch notwendige betriebswirtschaftliche Arbeitsprozesse geprägt. Daten werden erfasst, verwaltet und ausgewertet, um eine betriebswirtschaftliche Steuerung der Einrichtung zu gewährleisten. abakus pflegeinfo stellt den Bereich der Pflege in Einrichtungen der Langzeitpflege vor, der die betriebswirtschaftliche Seite repräsentiert. Hierzu gehören neben der Kalkulation von Pflegesätzen oder die Berechnung von Investitionssätzen auch die notwendige Entwicklung der dafür benötigen Steuerungs- und Berechnungsmodellen. Wer kennt nicht die die Heimpersonalverordnung mit der 50% Regelung für das examinierte Pflegepersonal.
Berechnungsmodelle
Was liegt näher auf der Hand, hierfür ein Berechnungsmodell zu entwickeln, welches nicht nur schnell die aktuelle Fachkraftquote anzeigt, sondern auch betriebsintern als Personalsteuerungsinstrument eingesetzt werden kann. Oder es werden für die betriebswirtschaftliche Analyse Monatsberichte benötigt, die einen Überblick über die Entwicklungen im operativen Geschäft erlauben. Stehen keine betriebsinternen Softwarelösungen (SAP, Data-Warehouse, Senso, Sinfonie usw.) zur Verfügung, können die Daten aus den "Vorsystemen" auch in Tabellenkalkulationsprogrammen verarbeitet und den individuellen Wünschen angepasst werden. Dies sind nur einige Punkte, die sich im betriebswirtschaftlichen Sinne um die Pflege in Einrichtungen der Langzeitpflege drehen.